w.p.

wehe dem, der schreibt, dass der nationalsozialismus schlimmer war als der faschismus. offenbar fühlen sich gewisse leute dadurch provoziert, die rechten hier sind spezialisiert darauf, immer nur auf den faschismus hinzuweisen und den nationalsozialismus auszublenden oder zu verharmlosen.
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so wurde w.p. wüst angegriffen wegen des folgenden textes (hervorhebungen von mir).

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Die Debatte über die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten von Faschismus und Nationalsozialismus waren eine der wenigen historischen Themenstellungen, die mich als schmalbrüstigen “Fächerbündelhistoriker” wirklich fasziniert haben.
Ich möchte jetzt nicht mein nur mehr rudimentär vorhandenes Viertelwissen ausbreiten, sondern auf folgenden Beitrag eines Antifa-Blog verweisen, der sehr gut lesbar ist: http://afyd.wordpress.com/2008/09/18/faschismus-und-nationalsozialismus-%E2%80%93-zwei-begriffe-die-gleiche-sache/

Grundsätzlich würde ich jenen HistorikerInnen zustimmen, die doch fundamentale Unterschiede zwischen den beiden faschistischen Herrschaftsformen konstatieren. Gegen den Nationalsozialismus mit seinem Terror nach innen wie nach außen war der italienische Faschismus ein “Mailüfterl”. Südtirolbezogen gebe ich zudem zu bedenken, dass die wenigen Jahre nationalsozialistischer Herrschaft eine ungleich höhere Anzahl an Opfern gefordert haben als die vielen Jahre der Herrschaft des italienischen Faschismus. Der klerikale Austrofaschismus ist dem italienischen Faschismus näher als dem Nationalsozialismus.

Eine Gleichsetzung des mit Rutenbündels versehenen”Siegesdenkmales” mit einem hypothetischen mit “Hakenkreuzen” versehenen Denkmal ist aus meiner Sicht nicht korrekt.

***

Die Angriffe auf wp sind im Grunde eine Verharmlosung des Naziregimes, es werden damit auch der Holocaust und die “Endlösung” relativiert, die KZs für die Massenmorde. Die Sichtweise ist in der Essenz jene, die man auch hier findet:

(P. Kienesberger war Mitglied einer Partei, die wegen Wiederbetätigung verboten wurde, was gewisse politische Kräfte nicht daran hindert, ihm die Schriftleitung einer Broschüre zum Thema Faschismus und Nationalsozialismus zu überantworten.)

Jeder Wirt hat die Klientel, die zu ihm passt. Auch Simon Constantini.

2 Kommentare

  1. Bergfex sagte,

    9. Mai 2011 um 2:44 pm

    “im übrigen ist es nicht wahr, dass die historiker sich erst jetzt zu wort melden: es gab bereits ähnliche appelle.”

    Beim Zeus! Wir verneigen uns vor so viel Sprachgewalt! Das Tübinger Stift mag dem begabten Schreiberling die Lehrstatt gewesen, der Göttinger Hain der Ort seines klassischen Wirkens sein, das Dichterpantheon Weimar aber zu seiner letzten Ruhestätte auserkoren werden!

  2. 9. Mai 2011 um 5:53 pm

    Patina bitte im Antiquitätenladen abgegen. Danke.


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